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20.02.2012


Chinesische Notenbank senkt Mindestreservesatz


Die chinesische Notenbank senkte am gestrigen Samstag den Mindestreservesatz um 50 Basispunkte auf 20.5%. Die Zinssenkung reflektiert zunehmende Sorgen der chinesischen Administration vor einem stärkeren binnenwirtschaftlichen Abschwung. Nach dem unerwarteten Anstieg der Inflationsrate im Januar war von einem Zuwarten der Notenbank auszugehen. Die schwache Importentwicklung und weiter fallende Immobilienpreise dürften jedoch die Alarmglocken in China stärker läuten lassen.

Wie dieses Wochenende ebenfalls bekannt gegeben wurde, fielen im Januar die Immobilienpreise in 48 von 70 gemessenen Städten gegenüber dem Dezember. Im Jahresvergleich verzeichneten 15 Städte einen Preisrückgang. Die nächste Senkung des Mindestreservesatzes wird nicht lange auf sich warten lassen.

Traditionell ist die chinesische Kreditnachfrage in den ersten Monaten eines jeden neuen Jahres hoch. Die geldpolitischen Lockerungen werden ihre Wirkung nicht verfehlen. In den kommenden Monaten dürfte die Kreditvergabe anziehen - mit entsprechend positiven Rückwirkungen auf die Binnennachfrage.





15.02.2012


Die deutsche Wirtschaft schrumpft im vierten Quartal um 0.2%


Wie erwartet hat die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal leicht abgenommen. Sowohl die Vorlaufindikatoren wie auch der Rückgang der Industrieproduktion hatten ein negatives Quartalswachstum erwarten lassen. Die Auftragslage im verarbeitenden Gewerbe scheint sich jedoch zu stabilisieren. Die Zuversicht der Unternehmen hat angesichts der Trendwende im Einkaufsmanagerindex wieder zugenommen.

Auch die Investoren sehen wieder optimistischer in die Zukunft, wie die deutliche Erholung des ZEW Index zeigt. Die Konsumenten halten sich jedoch nach wie vor zurück. Trotz einer deutlichen Stimmungsaufhellung bleibt die Lage für die deutsche Wirtschaft vorerst anspruchsvoll. Die Schuldenkrise ist noch immer nicht abgewendet, auch wenn die Wahrscheinlichkeit einer Rettung Griechenlands deutlich zugenommen hat.

Die Sparanstrengungen im gesamten Euroraum sowie eine Rezession in einzelnen Mitgliedsländern dürften die Nachfrage nach deutschen Gütern weiterhin belasten. Es ist zu erwarten, dass auch im ersten Quartal des laufenden Jahres kaum Wachstum zu verzeichnen sein wird, ehe sich die Lage weiter verbessert.





09.02.2012


Die chinesische Inflationsrate steigt im Januar von 4.1% auf 4.5%. Die Konsensprognose ging von einem Rückgang aus.


Der unerwartete Anstieg der Inflationsrate bremst auf kurze Sicht geldpolitische Lockerungsmassnahmen. Die chinesische Notenbank dürfte die Preisentwicklung des nächsten Monats abwarten, ehe sie weitere Schlüsse zieht

Die Januar Inflationsrate sollte aus unserer Sicht jedoch nicht als Vorbote eines neuerlichen Anstieges interpretiert werden. Die im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedrigeren Preise für Getreide und Schweinefleisch werden die Teuerung in den kommenden Monaten unter die 4%-Marke drücken.

Neben den fallenden Konsumentenpreisen entweicht auch sanft die Luft aus dem überhitzten chinesischen Immobilienmarkt. Die chinesische Notenbank kann einer konjunkturellen Abschwächung gelassen entgegensehen: Der Weg für einen geldpolitischen Lockerungskurs wird in den nächsten Monaten trotz des jüngsten Anstieges offen stehen.





08.02.2012


Die Arbeitslosenrate ist im Januar zum vierten Mal in Folge angestiegen.


Die Situation auf dem Schweizer Arbeitsmarkt wird zunehmend ungemütlicher. Stellenvermittler berichten, dass besonders in der Finanzbranche deutlich weniger Stellen ausgeschrieben sind. Die Verunsicherung der Arbeitnehmer dürfte die Konsumentenstimmung weiter belasten.

Die Auslandsnachfrage präsentiert sich, abgesehen von einigen wenigen Branchen, schwach – nicht zuletzt aufgrund des starken Frankens. Die Unternehmen sind aus Kostengründen gezwungen Stellen zu streichen oder ins günstigere Ausland zu verlagern. Vorerst dürfte der Trend einer steigenden Arbeitslosigkeit weiter anhalten, zumindest bis sich die wirtschaftlichen Aussichten wieder aufhellen.




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