Staatsanleihen weisen derzeit entweder eine tiefe Verzinsung auf oder sie leiden unter der europäischen Schuldenkrise. Da das Zinsniveau kurzfristig tief bleiben wird, haben wir dennoch in den EUR- und USD-Mandaten unsere Untergewichtung leicht reduziert.
Aufgrund der höheren Rendite und der soliden Bilanzen bevorzugen wir Unternehmensanleihen ausserhalb des Finanzsektors gegenüber Staatsanleihen.
Die Duration im Anleihensegment halten wir weiterhin leicht unter Benchmark.
Die Kreditrisiken hochverzinslicher Anleihen bleiben attraktiv. Wir bleiben entsprechend leicht übergewichtet.
In den EUR-Mandaten halten wir taktisch weiterhin norwegische und schwedische Anleihen.
Risikoadjustiert erscheinen Schwellenländeranleihen in Hartwährung derzeit attraktiv. Wir halten ein entsprechendes Übergewicht.
Aktien
Die Unsicherheiten rund um die europäische Schuldenkrise bleiben bestehen, wir halten unsere Aktienquote auf dem strategischen Niveau.
Wir bevorzugen weiterhin Nordamerika vor Pazifik. In Europa und den Schwellenländern halten wir eine neutrale Quote.
Unsere ausgewogene Sektorpositionierung bleibt sowohl in Nordamerika als auch in Europa bestehen. Von einer zyklischen Positionierung raten wir derzeit noch ab.
Alternative Anlagen
Bei Immobilien, Hedegfonds, Listed Private Equity und Rohstoffen erachten wir eine neutrale Quote als adäquat.
Rohstoffe halten wir aus Risikoüberlegungen leicht übergewichten. Sie bieten einen gewissen Inflationsschutz und reduzieren das Anlagerisiko dank ihren Korrelationseigenschaften.
Wandelanleihen sind derzeit attraktiv bewertet. Sie partizipieren an steigenden Aktienmärkten und weisen dank dem Anleihencharakter einen gewissen Schutz vor Kursrückschlägen auf. Wir erhöhen sowohl unsere Einschätzung als auch unsere Quote.
Währungen
Die SNB wird die Untergrenze im EUR/CHF Wechselkurs von 1.20 verteidigen. Eine zusätzliche Abwertung des CHF gegenüber dem EUR halten wir vorerst für eher unwahrscheinlich. Wir verzichten aber weiterhin auf einen Teil der Absicherung der EUR- und USD-Positionen. In den Euromandaten bleiben die CHF-Positionen im Gegenzug zu 100% abgesichert.
Die anhaltend lockere Geldpolitik, aber auch die hohen Haushaltsdefizite verhinderten lange Zeit eine stärkere Aufwertung des USD gegenüber dem EUR. Die Stimmung zum EUR hat sich zuletzt erneut eingetrübt. Zusammen mit verbesserten Fundamentaldaten aus den USA brachte dies den EUR/USD weiter unter Druck. Kurzfristig birgt die rekordhohe „short-Positionierung“ an den Terminmärkten aber das Risiko einer Korrektur zulasten des USD. Die Wachstumsaussichten für die USA sind deutlich besser als für die Eurozone, was in der längeren Frist jedoch für den USD spricht.