Das Tauziehen zwischen soliden Fundamentaldaten der Unternehmen auf der einen, und politischen sowie makroökonomischen Ungewissheiten auf der anderen Seite, führt zu einem weitestgehend richtungslosen Handelsgeschehen.
Die Kurse haben 2011 teilweise deutlich an Wert eingebüsst, die Unternehmensgewinne konnten sich hingegen bis zuletzt behaupten. Dadurch sind Aktien fundamental betrachtet sogar attraktiver geworden. Auch für dieses Jahr erwarten die Analysten keinen Gewinneinbruch. Dennoch dominieren derzeit die Abwärtsrisiken. Die Schuldenkrise ist zu einer Vertrauenskrise geworden. Die Auswirkungen auf die Wirtschaft sind noch nicht abzusehen. Der Aktienhandel dürfte deshalb zunächst weiter richtungslos tendieren bevor sich weiteres Potenzial eröffnet.
In diesem anspruchsvollen Umfeld sollten sich US-Aktien am besten behaupten können. Sobald die Risikobereitschaft der Investoren zunimmt und sich eine Trendwende am Aktienmarkt abzeichnet, werden andere Regionen, wie etwa die Schwellenländer, wieder attraktiver.
Auf Sektorebene erachten wir derzeit in Europa die Gesundheitsbranche als weiterhin attraktiv. Fundamentale Gründe aber auch risikotechnische Überlegungen sprechen für den Sektor. Unser Übergewicht finanzieren wir zulasten des Basiskonsumsektors. In Nordamerika erwarten wir weiterhin eine Outperformance des IT Sektors, besonders wenn die US Wirtschaft positiv überraschen sollte. Die soliden Bilanzen sowie der nach wie vor vorhandene Investitionsbedarf sollten dem Sektor weiteren Auftrieb verleihen.